Nov 25

Reiseblog 2: Mittwoch

Heute hat der Wecker schon wieder so früh geklingelt. Meine Güte nochmal, das ist langsam echt nicht mehr schön. Immer diese blöde Wecker…
Nachdem mein Mensch sich dann irgendwann aus dem Bett gerollt hatte (aufstehen ging nicht, die Matratze war viiieeel zu weich. Der hatte bestimmt Rückenschmerzen) und im Bad verschwand, habe ich versucht Norbert aufzuwecken. Gar nicht mal so einfach…
Da Norbert und ich noch nicht mal ansatzweise Frühstücksfein waren, als der Mensch in Richtung Essen verschwand, brachte mein Mensch uns einfach ein bisschen was mit. Auch nicht schlecht, so ein Service…

Als die Tasche für den Tag dann gepackt war, stellten wir fest, dass da gar nicht mehr genug Platz für Norbert und mich war. Wie blöd… Also gut, dann bleiben wir eben auf dem Zimmer und machen uns einen schönen Tag. Während mein Mensch sich mit dem immerwährenden Kommunikationsproblem Taxifahrer – Ausländischer Kunde und anderen lustigen Sachen herumschlug, machten Norbert und ich es uns so richtig bequem.

Wir haben die Betten fürchterlich zerwühlt, uns ein Kissen- und Deckenfort gebaut, sind die Wände hochgelaufen und haben unter der Zimmerdecke Kreise um die Lampe gedreht und haben auch ein bisschen Verstecken gespielt. Aber verratet meinem Menschen nicht, dass wir die Wände hochgelaufen sind und unter der Decke herumgetobt haben. Er sagt immer, das macht man nicht als zivilisiertes Insekt. Nichts was Spaß macht, darf man machen…pöh.

A propos Mensch: der hat heute beim Kunden eine Schulung für Techniker gemacht. Die sollten lernen, wie man die Anlage richtig einschaltet (kann man da was falsch machen?), wieder ausschaltet (da auch?) und wie man sie repariert und überprüft. Und das auch noch auf Englisch. Ganz schön heftig…
Eigentlich sollte der Mensch vorher noch ein zweitägiges Sicherheitstraining machen, weil er auf eine Baustelle musste, aber das konnte sein Kunde wohl irgendwie so deichseln, dass er nur eine halbe Stunde Einweisung brauchte. Zwei Tage Sicherheitstraining für zwei Tage Schulung ist auch irgendwie ein bisschen heftig…

Norbert und ich haben in der Zwischenzeit alle Kanäle des Fernseher ausprobiert. Die meisten hatten schöne Bilder, aber da haben wir nicht verstanden, was die Leute da gesagt haben. Und die Sender, wo wir die Leute verstanden haben, haben nix vernünftiges gebracht. Kein Wunder, das waren ja auch bloß RTL, RTL2, Super RTL und Vox. Da haben wir lieber die schönen Bilder geschaut.
Nur als die Putzfrau kam und das Zimmer saubergemacht hat, da haben Norbert und ich uns ganz schnell versteckt. Die Putzfrau hat natürlich erst einmal den Fernseher ausgemacht und das Bettenfort abgebaut. Wie doof…
Aber Fernseher kann man wieder anmachen und Bettenforts wieder aufbauen. Immerhin, so war schon alles flauschig vorbereitet für meinen Menschen, der um viertel vor 6 Abends wieder da war. Das war mal ein langer Tag.

Aber als Entschädigung hat er Norbert und mich zum Abendessen mitgenommen: er hat seine Tasche mit uns drinne unter den Tisch im Restaurant gestellt und so konnten wir uns ab und zu etwas von seinem Essen stibitzen. DAS war vielleicht lecker!
Als Vorspeise gab es Carpaccio (rohes Fleisch…Norbert mochte das, ich nicht so sehr) mit Artischocken in Thymiansauce (das war schon mehr mein Fall) und das alles lag in einer Schale, die aussah, wie dünner Brotteig. Aber das war gar kein Brot, das war Käse. EINE KÄSESCHALE! Norbert und ich haben um die Wette geknuspert, so lecker war das. Ich glaube, da träum ich heute Nacht von…
Hinterher gab es Ravioli mit Barschfüllung mit einer Meeresfrüchte-Sauce. Da wäre ich ja fast auf den Tisch geklettert und Norbert hinterher, so lecker war das. Nomnomnom!

Als das Essen vertilgt war, war es auch schon fast wieder Zeit fürs Bett. Nur noch bloggen, den Beitrag von gestern online stellen und dann: Füße hoch! Dazu gibt’s Musik und was zu lesen und dann ist der Tag auch schon vorbei. Morgen gibt es dann auch wieder Bilder.

Kommentar? Ja, klar!