Okt 22

Freimarktsumzug 2017

Herbstzeit ist Freimarktszeit – und zu jedem Freimarkt gehört der Freimarktsumzug. Seit einigen Jahren schon ist der Mensch regelmäßig dabei, und seit wir beim Menschen sind, sind auch wir mit dabei.

In diesem Jahr sind wir wieder mit den Nachtwanderern mitgelaufen. Die Nachtwanderer sind ein tolles Projekt, bei dem ganz normale Menschen als Ansprechpartner und offenes Ohr für Jugendliche nachts auf der Straße unterwegs sind. Auf der Seite der Nachtwanderer Huchting heißt es:

Wir sind einfach da, wenn sie jemanden zum Reden brauchen, wir hören einfach zu und wissen nicht alles besser. Auch können sie sich über ihre Ängste und Probleme austauschen und fühlen sich somit ernst genommen.

Nachtwanderer möchten durch ihre Anwesenheit das soziale Klima verbessern, eine angenehme Atmosphäre schaffen, ein sicheres Gefühl vermitteln, beruhigend einwirken und Vertrauen zu den Jugendlichen aufbauen.
Wir wollen, dass Jugendliche gut durch die Nacht kommen!

Wir treten für ein respektvolles Miteinander ein und die Privatsphäre der Jugendlichen wird dabei nicht eingeschränkt oder gestört.

Wenn ihr mehr über die Nachtwanderer wissen wollt, schaut einfach mal auf ihrer Seite und wenn ihr wissen wollt, ob es sowas auch bei euch in der Gegend gibt, schaut einfach mal hier hin:
Weitere Gruppen der Nachtwanderer

So, nun aber genug Werbung gemacht (die können es brauchen, die Nachtwanderer sind alle ehrenamtlich unterwegs und werden nur durch Spenden finanziert), kommen wir zum eigentlichen Tag.
Der Wecker klingelte schon ziemlich früh, eigentlich zur gleichen Zeit wie in der Woche.

Nachdem die Tasche gepackt war und der Mensch den noch schlafenden Norbert auch in die Tasche verfrachtet hatte, schwangen wir uns aufs Fahrrad und sind zum Bahnhof geradelt. Also genau wie in der Woche auch. Wir haben sogar den gleichen Zug genommen – also das wollten wir immerhin. Als wir am Bahnhof ankamen, bekamen wir gleich den ersten Schreck: der eigentliche Zug fiel aus, dafür sollte es einen Ersatzzug geben. Wir haben natürlich mit dem Schlimmsten gerechnet, aber zum Glück kam dann doch noch ein ganz normaler Zug. Puh, Glück gehabt…

Unterwegs begegnetem wir einem mürrischen Schaffner (mehr dazu auf Twitter…) und einem tollen Sonnenaufgang – und dann waren wir auch schon in Bremen angekommen. Dort wurden wir von einer Baustelle und grauem Himmel empfangen – aber trotzdem hatten wir gute Laune.
Zum Glück erwischten wir dann auch noch eine der letzten Straßenbahnen, die einigermaßen fahrplanmäßig in Richtung unseres Treffpunktes fuhren und so machten wir uns auch gleich wieder auf den Weg.

Als wir am Treffpunkt ankamen, erwarteten uns schon die ersten Gruppen – mit lauter Musik, guter Stimmung, Nebel, Seifenblasen und Bonbons, und irgendwann fanden wir auch unseren Trecker. Norbert hat es sich natürlich gleich als Kühlerfigur auf den knallroten Porsche Diesel bequem gemacht, während ich mich hinten auf dem Anhänger ausgebreitet habe.
Je später es wurde, desto voller wurde es und desto mehr gab es zu sehen. Darum haben wir uns irgendwann wieder in die Taschen des Menschen gesetzt – so konnten wir viel besser sehen.

Gegen 11 Uhr war es dann so weit, wir setzten uns langsam in Bewegung. Vom Wagen vor uns wummerte laute Musik, neben uns knatterte der Trecker und unglaublich viele Menschen standen an der Straße. Es ging erst durch die Neustadt, dann über Weser und schließlich durch die Obernstraße in Richtung Marktplatz. Dort standen die Kameras von Radio Bremen (die uns ja leider nicht gezeigt haben…voll doof!) und die Jury und von dort ging es dann weiter zum Bahnhof. Hier wurde der Zug aufgelöst und die ganzen Wagen konnten wieder verkehrssicher gemacht werden, bevor sie dann nach Hause fahren konnten.

Endlich auf dem Heimweg

Hinterher sind wir erst noch etwas trinken gegangen und haben dann eine Runde über den Freimarkt gedreht, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Das war schon echt super.  Leider hatte es irgendwann angefangen zu regnen, so dass es einfach zu ungemütlich war, um aus der Tasche zu gucken – aber sonst war es toll.

Häkelauftrag erkannt!

Als wir am Abend dann endlich wieder zu Hause waren, waren wir alle total platt und haben uns aufs Sofa gefläzt. Nur der Mensch nicht, der musste nämlich ein Päckchen bestaunen, dass ihm von Norberts Menschin überreicht wurde: ein Star-Wars-Häkelset. Damit er nicht so viel aufs Handy starrt, meinte sie. Hihihi…nu muss er erst mal häkeln.

Kommentar? Ja, klar!