Mrz 18

Tages-Tagung mit Insekten

Am letzten Wochenende hatte mein Mensch (also Nobelix) eine Tagung. Alle Mitwirkenden eines Sozialprojektes, in dem auch der Mensch mitmacht, haben sich am Samstag getroffen um über die Zukunft des Projektes zu sprechen.

Klammheimlich in die Tasche geschlichen

Klammheimlich in die Tasche geschlichen

Da wir nicht alleine zu Hause rumsitzen wollten, haben wir uns zu zweit in die Tasche geschlichen. Zum Glück hat das keiner gemerkt und irgendwann hört das Rumpeln auf und wir wurden abgestellt.
Während der Mensch in einer Halle voller anderer Menschen herumtobte und mal Reden lauschte und dann einen eigenen Workshop moderierte, konnten Norbert und ich die nähere Umgebung unsicher machen.

Dabei sind wir nicht nur auf eine gut sortierte Kaffeekannen-Batterie mitsamt Keksen, Süßigkeiten und Obstkorb gestoßen, sondern auch noch auf ein kleines aber feines Straßenbahn-Museum. Und da die Workshops für uns totaaal langweilig waren (besondern nach einer ganzen Kanne Kaffee…huiii), machten wir uns auf den Weg dorthin. Hier werden nicht nur alte Teile aus Straßenbahnen (so wie die Fahr- und Bremskurbel und Stempelautomaten) gezeigt, sondern auch alte Tickets, interessante Dienstanweisungen aus einer Zeit, als die Straßenbahn noch Pferdebahn hieß und von einem ebensolchen gezogen wurde) und andere tolle und interessante Sachen.

Das Prinzip des Stempelautomaten hat Norbert aber nicht so ganz verstanden. Er hat sich immer gewundert, warum man da zwar etwas reinstecken soll, aber nix herauskommt.
Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten, seinen Fühler in den Fahrkarten-Stempel-Schlitz hineinzustecken. So ein Schlingel…

Nicht den Fühler, Norbert - die Fahrkarte!

Nicht den Fühler, Norbert – die Fahrkarte!

In der Halle direkt hintendran stehen tolle alte Straßenbahnen, die sogar noch fahren können – und das auch immer wieder zu besonderen Gelegenheiten machen.
Echt faszinierend – obwohl die Menschen hier doch etwas seltsam geschaut haben, als Norbert und ich hier einfach so aufgetaucht sind.

Irgendwann kam dann mein Mensch wieder und hat uns eingesammelt, denn nebenan gab es Mittagessen. Leckere Gulaschsuppe und total tolles Fingerfood. Da konnten wir nicht mehr an uns halten und haben eine ganze Platte alleine vernichtet. Gnihihihi…

Nach der Tagung (wir haben den Rest verschlafen…ganz vollgegessen) haben wir dann Norbert nach Hause gebracht – und dann war das Wochenende auch schon fast vorbei.
Doof, dass die Wochenenden immer nur so kurz sind.

Mrz 11

Wochenend-Ausflug

Am letzten Wochenende habe ich Norbert besucht. Naja, ich habe mich in die Tasche von meinem Menschen geschlichen, als der zu Norberts Menschin gefahren ist.
Dort angekommen, gab es erst einmal neuen Kram zu besichtigen: eine superschicke Kühltasche (gerade groß genug für mich. Oder einen Sixpack Dosenbier. Oder Eiscreme-Packungen in entsprechender Größe…).

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Leider ist die Aufschrift etwas…komisch. Auf der Seite steht “Menschliches Organ” und unten drunter “Nicht für den Transport von menschlichen Organen benutzen”. Naja, mein Mensch hat manchmal einen eigenartigen Humor. Hoffentlich lässt er sich damit nicht in der Nähe von Krankenhäusern blicken…

Dazu gab es noch ein Zertifikat über den Abschluss der Sternenflotten-Akademie. Unterschrieben von Mr. Sulu persönlich. Cooles Teil das, das werde ich mir erst einmal sichern und über meinem Schlafplatz aufhängen.

WP_20160305_14_49_11_ProUnd als Drittes gab es noch einen Becher zu bestaunen. Da steht allerdings nur ne ganze Menge wissenschaftlicher Kram drauf. Irgendwas mit Higgs-Bosonen. Mehr konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Komisches Zeug…

Danach habe ich erstmal ausgiebig mit Norbert getratscht. Natürlich mussten ja die neuesten Neuigkeiten ausgetauscht werden. Stellt euch vor, Norbert wusste gar nicht, dass mein Mensch bald einen neuen Job anfängt.
Das wird bestimmt spannend. Ob ich da wohl mit ins Büro darf? Ganz heimlich natürlich.
Plötzlich war es auch schon wieder Zeit für Fußball und wir haben uns wieder sehr über Werder Bremen gefreut.

WP_20160305_14_50_10_ProWP_20160305_16_46_05_ProAm Sonntag wollten die Menschen einen Ausflug an die Nordsee machen und kaum haben Norbert und ich das mitbekommen, saßen wir schon in der Tasche.

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Nicht, dass unsere Menschen uns noch vergessen. Ausflüge sind nämlich fast wie Urlaub und mindestens genau so erholsam.
Auf dem Weg (über ganz schön rumpelige Landstraßen) mussten wir einmal tatsächlich ganz langsam fahren, weil dort mitten auf der Straße Menschen Ball gespielt haben. Viele Menschen. Die haben anscheinend Gummikugeln die Straße entlang geworfen. Oder gekullert. Oder etwas dazwischen. Die Menschen meinten, das nennt man Boßeln und das wäre sowas wie ein Volkssport.
Da haben bestimmt zwei Dörfer gegeneinander gespielt, so viele Menschen waren das. Ganz schön interessant – und seltsam.
Der Porschefahrer hinter uns fand das aber nicht so spannend und ist irgendwann mit quietschenden Reifen abgebogen. So ein Vollspaten – nicht nur, dass er einen Fuel-to-Noise-Converter als …ähm Verlängerung braucht, der konnte auch weder Blinken noch Fahren.

An der Nordsee angekommen, mussten wir erst mal einen Parkplatz suchen. Das war ganz schön voll hier, aber irgendwann hatten wir es dann geschafft und mussten sogar nicht mal wirklich weit laufen, bis wir das erste Mal die Nordsee gesehen haben.
Und wenn ihr meint, mein Mensch hätte einen seltsamen Humor, dann solltet ihr mal die Statuen hier sehen. Die eine sieht aus wie ein gigantischer…ach, seht selber:
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Die kleine Rast auf dem Thron konnten wir uns da natürlich nicht verkneifen und so musste der Mensch erst mal durch den Schlick laufen und sich die Schuhe dreckig machen. Gnihihihi…Ameise zu sein ist schon cool.

Dann ging es eine ganze Ecke am Wasser entlang und auf der Promenade wieder zurück. Das Wetter hat richtig gut mitgespielt und passend zum Fototermin eine richtig schöne Wolke geschickt.

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Als wir wieder fast da angekommen waren, wo wir losgelaufen sind, wollten wir eine kleine Pause machen, aber leider hatte der Beach-Club eine Sturmflut-Pause. Tzes…und das Anfang März. Aber gut, es war sowieso zu kalt, um wirklich am Strand liegen zu können. Vielleicht kommen wir ja im Sommer noch mal her…
WP_20160306_14_34_03_ProAm Eisdealer wollten unsere Menschen auch nicht anhalten (verdammt…) aber die “Rettet die Fische”-Tafel war schon ziemlich lustig.

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Kurz darauf sind wir dann an einem Haus angekommen. Draußen standen Autos und Motorräder und drinnen standen Leute. Also in einer riesigen Schlange. Und viele andere saßen und aßen Kuchen und tranken Kaffee und Tee.
Nachdem wir uns durch die Schlange vorangearbeitet hatten (also unsere Menschen…wir brauchten ja nur rumhängen) und einen Platz ergattert hatten, gab es Rhabarberkuchen. Vom Blech und noch warm – und mit Sahne.
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Boah war das lecker…
Leider haben wir kein eigenes Stück bekommen. Das hätte wohl auch etwas sehr seltsam ausgesehen…eine Ameise mag ja noch an einigen Orten durchgehen aber so groß wie ich bin, ist das doch etwas auffällig.

Nachdem wir alles verputzt hatten, sind wir noch ein bisschen am Deich entlang spazieren gegangen und dann auch bald wieder nach Hause gefahren – und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei.
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Norbert hat es so gut gefallen, dass er sich gleich wieder in meine Tasche geschlichen hat und wir uns meinem Menschen erst im Büro gezeigt haben. Der hat vielleicht blöd geguckt…
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Jun 17

Wie ich den Vorzimmerdrachen kennenlernte

Lang genug ist es her, dass ich zuletzt geschrieben habe – und jetzt, wo Nobelix grad seinen wohlverdienten Urlaub genießt (und soeben eingeschlafen ist), kann ich mir sein Tablet schnappen und endlich weiter erzählen, wie meine erste Begegnung mit dem Vorzimmerdrachen verlaufen ist:Mein Taschenträger kam nun also am Abend nach Hause, stellte seine Tasche auf den Sessel und ich konnte in Ruhe die Wohnung erkunden, in der ich nun leben sollte. Oder wollte. Oder so…

Wie auch immer, ich bestieg also die Rückenlehne des zwar überaus bequemen aber dank des Lederbezuges ziemlich rutschigen Sessels – und merkte, wie mir nicht nur warm ums Herz wurde, sondern auch, wie ich einen warmen Hintern bekam. Verdammte Axt, wer spielt denn hier mit Feuer rum…?

Als ich mich umdrehte, sah ich in zwei große Augen, die an einem nicht so großen aber ziemlich grünem Kopf saßen. Und unter dem Kopf ein ebenso grüner Körper…und…ah ja. Da kam also das Feuer her.
Der Drache stellte sich mir als Farfried Freiherr von Feuerschein (und wehe, man nennt ihn Fifi) vor. So sieht also ein Vorzimmerdrache aus…

Nach der zögerlichen Begrüßung merkte ich aber schnell, dass wir uns ziemlich gut verstanden und so endete der Abend sehr spät (bzw. früh am Morgen), als wir uns durchaus gut angeheitert mit erheblichem Alkoholpegel zu unseren Schlafplätzen zurückzogen. Leider gibt es von der Begegnung sogar Beweisfotos…


So kann es gerne weitergehen!

Übrigens: Wer meinem Menschen auf Twitter folgt, wird schon mitbekommen haben, dass ich mich in der letzten Zeit dort im Account häuslich eingerichtet habe und quasi „live“ berichte.

Mai 12

Noch ein neuer Mitbewohner

Hallo zusammen!

Ich bin Anton. Offensichtlich und wie man dem Foto entnehmen kann, bin ich eine Ameise.
6 Beine und 2 Fühler sind ein echter Vorteil, wenn es ums Schreiben und Tippen geht, sag ich euch…aber genug abgeschweift.

Ich wohn seit Kurzem beim Nobelix. Einfach so…da konnte der gar nix dran ändern, denn ich bin einfach erst in sein Auto eingestiegen und dann in seine Tasche. So.

Erst ins Auto eingestiegen...

Erst ins Auto eingestiegen…

...und dann in die Tasche.

…und dann in die Tasche.

Nachdem er mich dort bemerkt hatte, konnte ich gar nicht anders, als mich erst einmal vorzustellen. Erst recht, als ich festgestellt habe, dass in der Tasche auch noch Leckereien versteckt sind. Ok, waren.

Erstmal Hallo sagen.

Erstmal Hallo sagen.

Lecker, lecker!

Lecker, lecker!

Da Nobelix im Moment eine ganze Menge im Büro und auch „so nebenbei“ zu tun hat, helfe ich erst einmal hier aus und werde gelegentlich auch mal was schreiben. DAS kann ich nämlich ganz gut.
Beim nächsten Beitrag geht es darum, wie ich den Vorzimmerdrachen kennengelernt habe und warum ich am nächsten Morgen die eine oder andere Kopfschmerztablette gebraucht habe…

Bis dahin: Horrido!